Manuka-Honig: Ist das Unsinn oder nicht?
Viele Menschen und vor allem Prominente behaupten, dass Manuka-Honig ein Supernahrungsmittel mit außergewöhnlichen gesundheitlichen Vorteilen ist. Aber stimmt das wirklich? In diesem Blog analysieren wir verschiedene wissenschaftliche Studien, um einen Blick auf den Sinn und Unsinn von Manuka-Honig zu werfen.
Was ist Manuka-Honig?
Manuka-Honig ist eine Honigsorte, die nur in Neuseeland von europäischen Honigbienen produziert wird, die den Manuka-Strauch (leptospermum scoparium) bestäuben. Dieser Honig hat einen reichen, erdigen Geschmack und ist von Natur aus süß. Außerdem ist er voller wohltuender Stoffe, darunter Methylglyoxal (MG), von dem nachgewiesen wurde, dass es eine antibakterielle Wirkung haben kann.
Neben den Honiggläsern wird dieser Honig heutzutage auch in anderen Formen verkauft. Hier können Sie an Cremes, Gesichtsmasken und Hautpflegeprodukte denken.
Was ist der Unterschied zu anderen Honigsorten?
Manuka-Honig ist eigentlich nicht sehr verschieden von anderen Honigsorten. Der wichtigste Unterschied liegt im MG-Gehalt (Methylglyoxal). Der MG-Gehalt von Manuka-Honig ist deutlich höher (bis zu 100-fach) im Vergleich zu anderen Honigsorten. Befürworter von Manuka behaupten, dass Methylglyoxal die Erklärung für die antibiotische Wirkung dieses Honigs ist, aber Wissenschaftler sind damit nicht einverstanden. So wird behauptet, dass Diabetespatienten möglicherweise Risiken bei der Verwendung von Manuka-Honig wegen des hohen MG-Gehalts eingehen.
Methylglyoxal ist auch in anderen Lebensmitteln wie Käse, Huhn, Fisch und Cola enthalten.
Der Unsinn von Manuka-Honig
Manuka-Honig wird von vielen als Wundermittel angesehen, das heilend und gesundend wirkt. Eine echte Werbegeschichte, denn die Produkte sind sehr teuer. So zahlen Sie schnell für ein Glas Manuka zwischen 20 und 50 €. Der Preis liegt deutlich höher im Vergleich zu gewöhnlichem Honig, weil Sie auch die Transportkosten (Importkosten) bezahlen und es ein Produkt ist, das nicht einfach geerntet werden kann.
Es ist kein Supernahrungsmittel!
Der Begriff Supernahrungsmittel ist kein wissenschaftlicher Begriff. Supernahrungsmittel ist ein Wort, das oft in der Werbewelt verwendet wird. Früher galten zum Beispiel auch Chiasamen, Gojibeeren und Quinoa als Supernahrungsmittel. Liebhaber von Manuka-Honig können den Honig am besten genießen, sollten aber nicht erwarten, dass außergewöhnliche gesundheitliche Vorteile damit verbunden sind.
Behauptungen ohne wissenschaftlichen Beweis
Es kursieren verschiedene Behauptungen. Es wird zum Beispiel gesagt, dass Manuka-Honig gut für die Gesundheit ist, um zum Beispiel Halsschmerzen zu lindern und den Darm zu unterstützen. Aber aus verschiedenen Untersuchungen geht hervor, dass gewöhnlicher Honig dieselbe Wirkung hat. Aufgrund dieser Studien können Sie also ebenso gut den regulären Honig wählen, der deutlich günstiger ist.
Viele Werbungen, Aktionen und Marketingbotschaften behaupten, dass Manuka-Honig außerdem ein Mittel gegen das Altern ist und zum Beispiel helfen kann, den Cholesterinspiegel zu senken. Dafür gibt es jedoch noch keinen wissenschaftlichen Beweis.
Achtung! Viel Manuka-Honig ist gar kein Manuka-Honig. Aus der Untersuchung der Verbraucherzentrale ging hervor, dass viele Honiggläser als Manuka-Honig verkauft werden, die kaum Methylglyoxal enthalten.

Warum trotzdem der holländische Honig?
Der holländische Honig ist nicht minderwertig. Sehen Sie sich zum Beispiel unseren Blog über Heidehonig an. Hier erklären wir, warum Heidehonig genauso wirksam ist wie Manuka-Honig. Und dass es daher nicht nötig ist, Honig aus Neuseeland zu importieren. So können Sie unsere lokalen Imker unterstützen!

































