Die Arbeiterbiene: Ein kleines Tier mit großer Wirkung!
Der Bienenstaat besteht aus der Königin, den Drohnen (männliche Bienen) und den Arbeiterinnen. Sie sorgen gemeinsam für das Bestehen und die Fortpflanzung des Volkes und haben einen großen Einfluss auf unsere Welt. Es gibt viele Bienenarten, aber besonders möchten wir die Arbeiterbiene hervorheben. Ein kleines Tier mit großer Wirkung!
Die Bedeutung der Arbeiterbiene
Die meisten Bienen werden „Arbeiterinnen“ genannt. Diese weiblichen Bienen widmen ihr ganzes Leben der Nahrungssuche, dem Bau von Wachs-Zellen und dem Füllen dieser Zellen mit Honig und Blütenstaub. Ohne Arbeiterbienen kann ein Bienenvolk nicht bestehen. Ein gesundes Bienenvolk zählt zur Hochphase zwischen 30.000 und 50.000 Bienen.
Die 3 Hauptaufgaben der Arbeiterbienen:
- Die Pflege der jungen Larven.
- Die Versorgung der Königin.
- Das Sammeln von Nektar und Blütenstaub.
Merkmale der Arbeiterbiene
Bienen haben wie alle Insekten einen Körper, der in drei Teile gegliedert ist: Kopf, Bruststück und Hinterleib. Die Arbeiterbiene hat folgende Eigenschaften:
- Geschlecht: Weiblich
- Länge: 12 - 15 mm
- Gewicht beim Schlüpfen: 100 mg
- Augen: Langgestreckt, berühren sich nicht

Verschiedene Rollen je nach Alter
Die Arbeiterbiene hat verschiedene Aufgaben, nachdem sie aus ihrer Zelle geschlüpft ist.
Leichenbestatter (Tage 3 - 16)
Die Aufgabe dieser Arbeiterbienen, auch Leichenbienen genannt, ist es, alle toten Bienen oder Larven, die nicht gewachsen sind, aus dem Stock zu entfernen. Dies ist eine schwere Aufgabe, denn die Bienen müssen so weit wie möglich vom Bienenstock weggebracht werden, um die Gefahr von Krankheiten im Stock zu verringern.
Ammenbiene (Tage 4 - 12)
Zwischen Tag 4 und 12 ist die Arbeiterbiene eine Ammenbiene und versorgt die Drohnen (männliche Honigbienen ohne Stachel) und andere Babybienen. Die Drohnen sind nicht in der Lage, sich selbst zu ernähren.
Eine Ammenbiene kontrolliert die Larven mehr als 1300 Mal am Tag
Königinnenpflegerin (Tage 7 - 12)
Eine sehr wichtige Aufgabe! Die Arbeiterbienen sorgen für die Königin, indem sie sie füttern und pflegen. Noch wichtiger ist die gelegentliche Rolle bei der Verbreitung des QMP (Königinnen-Kieferpheromon) im ganzen Bienenstock. Dies ist das Pheromon, das die Königin abgibt. Es ist ein Signal an die anderen Bienen, dass der Stock noch eine lebensfähige Königin hat.
Blütenstaub-Bringer (Tage 12 - 18)
Die Arbeiterbienen können auch eine Art Paketboten sein. Die sammelnden Bienen bringen Blütenstaub zurück in den Stock, wo er in einer Zelle (Waben) gelagert wird. Der Blütenstaub wird anschließend mit Honig vermischt, um Verderb zu verhindern. Letztendlich wird Blütenstaub verwendet, um das Volk zu ernähren.
Honigversiegler (Tage 12 - 35)
Diese Arbeiterbienen haben die Aufgabe, den Honig zu sammeln, ihn zu trocknen und den richtigen Wassergehalt hinzuzufügen, um ihn dann abzudecken. Die Arbeiterinnen haben in ihrem Bauch Wachsdrüsen, die Wachsschichten produzieren, mit denen der Honig abgedeckt wird.
Wabenbauer (Tage 12 - 35)
Arbeiterbienen sind auch verantwortlich für den Bau weiterer Waben. Die Baumeister erhalten Wachs von anderen Bienen und verwenden es, um das Bauwerk zu errichten.

Fächerbienen (Tage 12 - 18)
Diese Arbeiterbienen sind die sogenannte Klimaanlage des Bienenstocks. Sie fächeln den Stock mit ihren Flügeln und verwenden verdunstetes Wasser, um das Haus kühl zu halten. Die sogenannten „Wasserträger“ arbeiten mit den fächelnden Bienen zusammen. Ihre Aufgabe ist es, Wasser zu den Fächern zu bringen.
Wächterbienen (Tage 18 - 21)
Auch als Türsteher des Bienenstocks bezeichnet. Sie schweben am Eingang des Stocks, um ihn vor unerwünschten Besuchern zu schützen.
Sammelbienen (Tage 22 - 42)
Dies sind die Bienen, die Nahrung für den Stock sammeln. Innerhalb eines Radius von 8 Metern sammeln sie Nektar, Propolis und Blütenstaub.
Rolle im Winter
Im Winter hat eine Arbeiterbiene eine Aufgabe, nämlich die Königin zu schützen und warm zu halten. Die Arbeiterinnen versammeln sich um die Königin und lassen ihre Flügelmuskeln zittern, sodass Wärme entsteht.
Der Tod: Sommerarbeiterbienen vs. Winterarbeiterbienen
Die meisten Arbeiterbienen kommen durch abgenutzte Flügel zu ihrem Ende. Durch die schwere Arbeit und die großen Entfernungen, die zurückgelegt werden, wird die Arbeiterin schließlich verhungern und Raubtieren zum Opfer fallen.
Eine Sommerbiene wird etwa 6 Wochen alt. Diese Biene arbeitet Tag und Nacht, wodurch die Lebensdauer kürzer ist. Eine Arbeiterin kann an manchen Tagen bis zu 250 km fliegen, und nach 800 km sind ihre Flügel abgenutzt.
Eine Winterbiene führt ein ganz anderes Leben. Diese Arbeiterbienen werden auch „dicke Bienen“ genannt, weil sie viel größer sind. Diese kräftigen Bienen halten die Königin warm und haben eine Lebenserwartung von zwischen 6 und 8 Monaten.
Eine Arbeiterbiene hat einen Stachel und kann stechen. Wenn eine Arbeiterbiene in die menschliche Haut sticht, wird ihr Stachel herausgerissen und im Opfer zurückgelassen. Die Arbeiterbiene wird dabei meist getötet, da ihre Organe während des Vorgangs herausgerissen werden.

































